Gustav Klimt wurde 1862 in Baumgarten bei Wien geboren und starb 1918 in Wien-Neubau. Er war ein bedeutender österreichischer Maler und einer der bekanntesten Vertreter des Wiener Jugendstils.

Gustav Klimt sollte zunächst den Beruf seines Vaters erlernen, erhielt jedoch ein Stipendium, sodass er zwischen 1876 und 1882 an der Wiener Kunstgewerbeschule des. Österreichischen Museums für Kunst studieren konnte.

Von 1883 bis 1892 bildete Gustav Klimt mit seinem Bruder Ernst und Franz Matsch eine Ateliergemeinschaft, die auch Vorhang- und Deckengemälde für Theater produzierte. Nach abgelehnten Entwürfen für die Fresken der Universität Wien kam es zum Bruch mit Franz Matsch.

1890 erhielt Gustav Klimt den Kaiserpreis als Anerkennung für ein Gemälde der Innenansicht des danach abgerissenen alten Burgtheaters in Wien. Klimt wurde 1891 Mitglied des Wiener Künstlerhauses. 1897 trat Gustav Klimt dort aus und gehörte zu den Gründern der Wiener Secession, deren erster Vorsitzender er von 1897 bis 1899 wurde.

1900 erreichte sein Gemälde „Philosophie“ eine Goldmedaille auf der Pariser Weltausstellung. Dieses wurde jedoch als Fakultätsbild für den großen Festsaal der Universität Wien vom Kollegium abgelehnt. 1902 schuf Klimt den Beethovenfries für einen Seitensaal des Wiener Secessionsgebäudes. 1905 trat er mit einer Gruppe anderer Maler aus der Secession aus, weil ihm einige Malerkollegen einen zu naturalistischen Malstil verfolgten.

Eine enge Freundschaft verband Gustav Klimt mit den Gründern der Wiener Werkstätte Josef Hoffmann und Koloman Moser. Auch mit einigen seiner Käufer, die hauptsächlich aus dem jüdischen Wiener Großbürgertum stammten, pflegte der Maler gute Beziehungen. Gustav Klimt Frauenporträts zielten zum größten Teil auf diesen Kreis ab. Von 1900 bis 1916 war Gustav Klimt vorwiegend am Attersee wohnhaft. Hier entstand ein Großteil seiner Landschaftsgemälde.

Gustav Klimt war nicht verheiratet, hatte aber mehrere Freundinnen, insbesondere zu seinen Modellen. Eine enge Beziehung bestand zu Alma Mahler-Werfel und Emilie Louise Flöge, für deren Modesalon Klimt Entwürfe zu Reformkleidern erstellte.

1918 starb Gustav Klimt infolge eines Gehirnschlages im Wiener Allgemeinen Krankenhaus.

Gustav Klimt war einer der umstrittensten, aber auch gern gesehensten Maler der Jahrhundertwende. Von der Wiener Gesellschaft wurde er wegen der erotischen Ausstrahlung seiner weiblichen Porträts geliebt. Klimt ist zweifellos der größten Maler des Jugendstils in Österreich, er nimmt aber auch im internationalen Umfeld eine Spitzenstellung ein. Trotzdem wurde besonders in der deutschsprachigen Kunstkritik der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts Klimts Werk meist komplett nicht erwähnt. Die Goldhintergründe auf Gustav Klimts Gemälden erinnern an den japanischen Maler des 17. Jahrhunderts, Ogata Korin. Heute zählen Gustav Klimts Bilder zu den teuersten der Welt und sind weltweit sehr beliebt.

Gemälde von Gustav Klimt:

Gustav Klimt Der Kuß
Gustav Klimt: Der Kuß

Gustav Klimt Der Park
Gustav Klimt: Der Park

Gustav Klimt Birkenwald
Gustav Klimt: Birkenwald

Gustav Klimt Buchenhain
Gustav Klimt: Buchenhain

Gustav Klimt Schloß Kammer am Attersee
Gustav Klimt: Schloß Kammer am Attersee

Gustav Klimt Judith mit dem Haupt Holofernes
Gustav Klimt: Judith mit dem Haupt Holofernes

Gustav Klimt Garten mit Sonnenblumen
Gustav Klimt: Garten mit Sonnenblumen

Aulistung von Werken von Gustav Klimt:

- Die Musik
- Porträt der Sonja Knips
- Der Kuss
- Nuda Veritas
- Das Leben ein Kampf
- Aufsteigendes Gewitter
- Die Hoffnung
- Wasserschlangen
- Die drei Lebensalter
- Bauerngarten mit Sonnenblumen
- Der Kuß
- Mohnblumenwiese
- Tod und Leben
- Blühendes Feld
- Der Park
- Apfelbaum
- Bauernhaus
- Adam und Eva
- Die Jungfrau